Kefir
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Kefirpilze – Wasserkefir, Milchkefir und Kombucha

Kefirgetränk
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Kefir ist allgemein bekannt als erfrischendes, fermentiertes Milchgetränk. Es besteht aus Kuh- oder Ziegenmilch, denen bei der Herstellung eine Kefirknolle zugesetzt wird. Die Kefirknollen bewirken, dass der Milchzucker vergärt wird bei der Bildung von Kohlen- und Milchsäure sowie kleinen Alkoholmengen. Kefirgetränke sind aufgrund ihres erfrischenden Geschmacks und ihrem hohen Gesundheitsnutzen vor allem im Sommer beliebt.

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Inhaltsverzeichnis

Die Kefirknolle

Kefirknolle
Typische Kefitknolle. Bildquelle: Imageman / Shutterstock.com

Die Kefirknolle ist im asiatischen Raum beheimatet. Nachweislich kommt sie ursprünglich aus dem Kaukasus, allerdings ist eine genauere Bestimmung des Herkunftsortes nicht möglich. Glaubt man den Überlieferungen, kommt Kefir aus Russland, Sibirien und Tibet. Das ist auch der Grund für den typischen Beinamen „tibetanischer Pilz“.

Manche nennen den Kefirpilz auch „kaukasischen Pilz“. Das Wort Kefir allerdings kommt aus der Türkei. Es wurde abgeleitet von den Begriffen „köpkürmek“ und „keif“, was so viel wie gesund/sich gesund fühlen bzw. schäumend bedeutet.

Auf dieser Webseite klären wir, wie man Kefir ansetzt, um selbst Kefizknollen zu züchten, was der Unterschied zwischen Wasserkefir und Milchkefir ist, und vieles mehr.

Verwendungen von Kefir in der Geschichte

Die Bewohner rund um den Kaukasus verwenden Kefir als Grundnahrungsmittel. Wir hingegen genießen ihn wegen der ihm zugesprochenen gesunderhaltenden Wirkung. Im Herkunftsland jedoch mussten die Menschen damaliger Zeit ohne jeden Luxus ihr Leben gestalten. Sie haben sich mit den natürlichen Gegebenheiten arrangiert und sich mit selbst gemachtem Kefir eine überlebenswichtige Nahrungsquelle erschlossen.

Als Grundlage diente damals Stutenmilch, Schafsmilch oder Ziegenmilch. Mithilfe des Kefirpilzes konnte die Milch wesentlich länger haltbar gemacht werden. Abgesehen davon galt Kefir auch in damaliger Zeit als willkommene Abwechslung im eher eintönigen Angebot der Getränke. Grundsätzlich haben die kaukasischen Bewohner ihre Kefirpilze sehr gut gehütet, in sehr alten Stämmen galt der Kefirpilz gar als Heiligtum.

Aus diesen Umständen heraus hat sich die Tradition entwickelt, Kefir zuhause selber herzustellen. Eine Kefirknolle wurde damals von Generation zu Generation weitergegeben und dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass der Kefirpilz bis heute überlebt hat und auch uns heute den wertvollen Kefir schenkt. Über die Handelswege Osteuropas gelangte der Kefirpilz nach Deutschland. In jüngster Zeit, nämlich mit Beginn der 1990 er Jahre kam der Kefirpilz in unserer Kultur zu neuer Präsenz.

Es gab eine kleine aber extrem treue Fangemeinde, die den Kefir am Leben erhielt und mit der Kefirknolle das wertvolle Getränk herstellte. Es war und ist ein Privileg, diese jahrhundertealte Tradition auch bis in die heutige Zeit fortzuführen. Ein weiterer Grund, Kefir selber herzustellen, ist für die Anhänger häufig, dass das Kefirgetränk frei von künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern ist. Sie nutzen den Kefir als gesunde Alternative und Bereicherung in ihrem Speise- bzw. Getränkeplan.

Selbst gemachter Kefir aus Kefirknollen vs. Kefir mild im Tiefkühlregal

Im Supermarkt steht der sogenannte „Kefir mild“ im Tiefkühlregal. Dieser entspricht allerdings nicht dem traditionell mit Kefirknollen angesetzten Getränk. Tatsächlich erwerben Verbraucher mit dem fertigen Kühltheken-Produkt eine Flüssigkeit, die eine fest definierte Mischung von Bakterien und Hefepilzen beinhaltet. „Kefir mild“ weist immer denselben Geschmack auf und es kann die höchst komplexe Zusammensetzung von natürlich gewachsenen Kefir-Mikroorganismen nicht ersetzen.

Wer Kefir (also Milchkefir) auf traditionelle Weise selber ansetzt wird feststellen, dass sich der Geschmack in Abhängigkeit von der Jahreszeit verändern kann. Ein Unterschied, der zwischen dem industriell gefertigten „Kefir mild“ und dem echten Kefir besteht, ist der Gehalt von Alkohol und Laktose. Der industriell gefertigte Kefir enthält keinerlei Alkohol, allerdings weist er einen Anteil von 2-4 Gramm Laktose auf.

Umgekehrtes gilt für den natürlich hergestellten Kefir. Dieser enthält einen geringen Anteil von Alkohol ist aber laktosefrei. Des Weiteren ist im Handel der so genannte Sahnekefir zu finden. Dieser ist geringfügig flüssiger als echter Sahnejoghurt, wird mit einer Fruchtzubereitung vermischt und hat einen 10%igen Anteil von Fett in Milch.

Wirkungen von Kefir

Kefir und Kombucha nehmen beide positiven Einfluss auf die Darmtätigkeit und sollen diese antreiben.

Mit seinen vielfältigen Nährstoffen sollen Kefir und Kombucha ganz allgemein die menschliche Gesundheit unterstützen. Sie liefern wertvolle Inhaltsstoffe für den Knochenbau und wer regelmäßig Kefir oder Kombucha konsumiert, liefert seinem Körper damit knochenstärkendes Kalzium, das im Kampf gegen Osteoporose eine große Rolle spielen soll.

Auch die Gesunderhaltung der sichtbaren Knochen, nämlich der Zähne, soll unterstützt werden. Gehärteter Zahnschmelz und starke Zähne sind die Folge. Kefir und Kombucha sollen muskelaufbauend wirken, die Vernetzung von Nerven und die Schilddrüse schützen. Damit ist es ein bedeutender Bestandteil in der Ernährung von Sportlern. Aber auch Kinder können davon profitieren. In der Wachstumsphase liefern Kefir und Kombucha vielfältige Vital- und Nährstoffe, die zu einem gesunden Knochenbau, einer guten Muskelentwicklung sowie zur Ausbildung aktiver Nervenverbindungen beitragen sollen.

Kefir sorgt für eine gesunde Darmflora

Ganz traditionell ist das Produkt des Kefizpilzes für seine förderliche Wirkung auf den Magen-Dammtrakt bekannt, dasselbe gilt auch für Kombucha. Beide sollen die Darmtätigkeit im Dickdarm unterstützen und aktiv bei der Bildung einer gesunden Darmflora beteiligt sein. Bei verhärtetem Stuhl soll Kefir die Darmentleerung begünstigen, denn er scheint den Stuhl aufzuweichen und ihn mit einer gleitfähigen Hülle zu umgeben.

Gleichzeitig gibt er gesundheitsfördernden Mikroorganismen Lebensraum und soll schädliche Krankheitserreger entfernen können. Kefir trägt auf diese Weise dazu bei, dass die Abwehrkräfte im menschlichen Körper erhalten und gestärkt werden können.

Abnehmen mit Kefirprodukten

Kefir ist ein idealer Zusatz bei der gesunden Ernährung, und das auch in Zusammenhang mit der Gewichtsreduktion. Als grundlegende Zutat in Milchshakes oder auch im puren Zustand ist er proteinreich, sättigt und liefert kaum Fett und somit wenig Kalorien. In Verbindung mit frischem Obst oder püriertem Gemüse soll er den Energiestoffwechsel anregen und zu einer gesunden Darmflora beitragen. Dadurch soll er den Abnehmprozess generell unterstützen.

Eine aktive Darmflora ist wesentlich für einen gesunden Stoffwechsel. Über diesen Umweg soll Kefir für eine reinere Haut sorgen. Auch äußerlich angewendet ist Kefir beispielsweise als Gesichtsmaske beliebt. Zur Reinigung und als Feuchtigkeitsspender lässt sich Kefir als selbst gemischtes Schönheitsfluid solo oder in Verbindung mit Honig, Zucker oder Mandelmehl auftragen. Das Ergebnis ist eine geklärte Haut, die sichtbar mehr Spannkraft und Elastizität aufweisen soll.

Fazit zu Kefirpilzen

Alle drei Getränke, Milchkefir, Wasserkefir und Kombucha, liefern einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung des Menschen. Doch welche der drei Varianten die gesündeste ist und am besten schmeckt, darüber sind sich die Konsumenten nicht einig. Alle drei sind biologisch aktive Getränke, die sich äußerst positiv auf die Verdauung auswirken können. Wasserkefir hat mehr Zucker als Kombucha und Milchkefir, wobei Milchkefir sogar nach einer bestimmten Gärungszeit komplett frei von Milchzucker ist.

Die drei Flüssigkeiten sind äußerst erfrischend und es lohnt sich, sie in den Speiseplan mit aufzunehmen. Denn eines haben alle drei gemeinsam: Kombucha, Wasserkefir und Milchkefir lassen sich in eigener Regie zu Hause selber herstellen und sind garantiert frei von unnatürlichen Geschmacksverstärkern und Farbstoffen.