Wasserkefir – Entstehung, Besonderheiten und Unterschiede zu Milchkefir

Wasserkefir

Wasserkefir lässt sich leicht zuhause herstellen

Wasserkefir ist eine perlende und wie Sekt prickelnden Flüssigkeit, die auch in unseren Breitengraden immer mehr Anhänger findet. Wasserkefir führt die exotischen Beinamen Japankristall, Himalaya Kristallalgen oder japanische Meeresalge. Die Kultur des Wasserkefirs besteht aus Kefirkristallen. Dabei handelt es sich um weißliche, transparente Klümpchen, die verschiedene Formen und Größen haben.

Finden die Japankristalle bzw. der Wasserkefir optimale Lebensbedingungen vor, dann wächst er sehr schnell und stellt im Zuge des Wachstums ein köstliches, süßsaures Getränk her. Es löscht den Durst auf natürliche Weise und hat geschmacklich einen leicht herben Abgang.

Wasserkefir wird nicht im Supermarkt angeboten, denn man kann ihn nicht industriell herstellen. Es liegt alleine in der Hand des Verbrauchers, sich mit Wasserkefirkristallen zu versorgen, um die schmackhafte Flüssigkeit herzustellen. Eine wahre Fundgrube für den Bezug von Startersets, Kristallen und Rezepten ist das Internet.

Nur wenige Zutaten sind nötig, um die gesunde Flüssigkeit herzustellen. Wasserkefir ist eine Symbiose aus Hefekulturen und Milchsäurebakterien. Wie ein kleines Kraftwerk produziert es zum Beispiel aus Zucker oder aus bereitgestellten Trockenfrüchten ein köstliches Getränk. Die Bakterien, die bei der Kefirproduktion arbeiten, benötigen Nährstoffe zum Überleben. Diese Nährstoffe werden von der Hefe bereitgestellt. Die Hefe ist übrigens auch für das Prickeln in der Flüssigkeit verantwortlich, denn aus ihr kommt die perlende Kohlensäure. Von den Nährstoffen der Hefe profitieren die Bakterien und steuern organische Säuren und natürliche Probiotika bei.

Insbesondere Menschen, die gerne bitter Lemmon trinken, werden von Wasserkefir begeistert sein. Bei der Herstellung entsteht nur wenig Alkohol im Zuge der Gärung, doch der Anteil beläuft sich auf maximal 2 %. Tatsächlich bestimmt der Verbraucher selbst, welche Geschmacksrichtung der Wasserkefir erhält, denn er legt die Grundzutaten fest. Die ausgewählten Trockenfrüchte sind der natürliche Geschmacksveredler für den Wasserkefir. Die Geschmacksintensität hängt stark von den gewählten Früchten ab und von der Menge, die dem Fermentationsprozess beigefügt wird.