Pflege von Milchkefir

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Mit der richtigen Pflege haben Sie lange Freude am Kefirpilz


Wer einen Kefirpilz zu Hause hat, sollte einige Dinge beachten, damit er lange etwas davon hat. Von großer Bedeutung ist, wie der Kefirpilz beim Verbraucher zu Hause ankommt. Da auch viele Privatleute selbst gezogene Kefirpilze im Internet anbieten, kann es durchaus passieren, dass der Kefirpilz beim Besteller in einem vernachlässigten bzw. vertrockneten Zustand eintrifft.

Zumindest sollte der Kefirpilz in einem absolut dichten Gefäß beim Verbraucher ankommen, wobei der Pilz in Flüssigkeit schwimmen sollte. Sobald er seine neue Wirkungsstätte erreicht hat, sollte er in ein Gefäß aus Plastik oder Glas gegeben werden. Nun füllt man einen Schuss Milch ein und verschließt das Gefäß sorgfältig. Der Pilz darf zu keiner Zeit ohne Milch aufbewahrt werden, sonst trocknet er aus und stirbt ab.

Das Gefäß darf weder aus Metall sein, noch Verschmutzungen aufweisen. Metall wirkt sich negativ auf das Wachstum des Kefirpilzes aus. Kommt er nur kurz mit Metall in Kontakt, so verträgt er das jedoch. Ebenfalls problematisch sind Obstfliegen, denn diese verunreinigen den Kefirpilz so stark, dass dieser daran eingehen kann. Deshalb ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Der Kefirpilz sollte 3-4 Tage in Ruhe gelassen werden, bevor er zu seine erste Kefirproduktion aufnehmen soll, denn der Postversand bedeutet für ihn vegetativen Stress.

Regelmäßige Reinigung

Wie bereits weiter oben beschrieben, sollte der Kefirpilz regelmäßig kalt unter fließendem Wasser abgewaschen werden. Wie häufig das sein muss, darüber scheiden sich die Geister. Jedoch sollten die Casein Rückstände nicht allzu lange an dem Kefirpilz verbleiben. Entweder, man spült den Pilz einmal pro Woche ab oder nach jedem dritten oder vierten Durchgang. Verbraucher werden bemerken, wenn sie den Pilz zu häufig abwaschen. Dann leidet nämlich die Qualität und die Konsistenz verändert sich sichtbar und fühlbar. Der Pilz wird dann zäh und zieht unschöne Fäden. Zur Regeneration kann man den Pilz für 2 – 3 Tage in Ruhe stehen lassen.

Ruhephasen

Manchmal ist es nötig, dem Kefirpilz eine Pause zu verschaffen, zum Beispiel wenn man in Urlaub fährt, krank ist oder für eine Weile keinen Kefir konsumieren möchte. Eine Kefirpause kann man auf zweierlei Art durchführen. Zum einen kann man die Milch mit einem Schuss Wasser verdünnen. Das Wasser sollte jedoch vorher abgekocht und abgekühlt sein. Die nicht abgespülten Kefirpilze werden in ein Glas- oder Kunststoffgefäß gegeben und dann bei 5-8° im Kühlschrank aufbewahrt. Ungefähr eine Woche hält sich der Pilz auf diese Weise.

Alternativ kann man den Pilz einfrieren und später auftauen. Diese Methode funktioniert jedoch nicht ganz einwandfrei, manche Pilze lassen sich nach dem Auftauen nicht mehr aktivieren. Dennoch lohnt es sich, diese Variante auszuprobieren, wenn man eine Kefirpause einlegt. Im Zweifel probiert man parallel beide Varianten aus, um in jedem Fall nach der Kefirpause einen gesunden Pilz nutzen zu können.