Herstellung von Kombuchatee

Kombucha-Teepilz

Kombucha-Teepilz

Kombucha-Teepilz mit Bio-Kombucha-Getränk, OkiraVit®, Anleitung und Anwuchsgarantie für 3 Liter

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Herstellung von Kombucha Tee
Kombucha gibt es fertig zu kaufen, man kann ihn aber auch selbst herstellen

Einige Anbieter stellen Kombucha industriell her. Dafür gelten sehr strenge Produktionsvorschriften, die sich aus der Lebensmittel-Verordnung ergeben. Wer selber Kombucha ansetzt, sollte deshalb einiges beachten, und das nicht nur in Sachen Hygiene. Im Folgenden ist eine ausführliche Anleitung zur Herstellung von Kombucha Tee mit Tipps, Tricks und Praxishinweisen zu finden, die sich an der Kurzübersicht aus Kapitel Kombucha Grundrezept  orientiert.

  1. Zum Aufgießen des Kombucha Tees sollte sprudelnd kochendes Wasser verwendet werden. Selbst bei der Verwendung von Grüntee sollte entgegen der üblichen Zubereitungsweise immer kochendes Wasser zum Einsatz kommen. Da sich die Teesorten hinsichtlich Dichte und Gewicht und der Aromaausbeute unterscheiden, können Anwender auch ein wenig flexibel bei der Gabe sein. Zwischen 5 g und 12 g Teeblätter auf einen Liter Wasser sind ideal. Man kann auch Teebeutel benutzen, doch die Qualität des fertigen Kombucha ist höher, wenn loser Tee zum Aufguss angewendet wird. Nur wenn die Ziehzeit des Tees gut 15 Minuten beträgt, lösen sich die verschiedenen Inhaltsstoffe aus dem Tee, die der Kombucha als grundlegende Nahrungsquelle benötigt. Man kann den Tee sogar 2-3 Minuten mitkochen lassen, diese Zeit wird von der Gesamtziehzeit abgezogen. Als Tee sollte immer nicht aromatisierter Tee verwendet werden. Aromen und ätherische Öle können dem Kombucha Pilz nämlich schaden. Besser sind Kräuterteemischungen aus biologischem Anbau. Eine ideale Mischung ist 1 Teil Schwarztee und 1 Teil Grüntee. Ausgehend davon kann man experimentieren und seine eigene Geschmacksnote herausfinden.
  2. Der Zucker ist nötig, damit der Kombucha wachsen kann. Er wird vom Pilz abgebaut und in andere Stoffe umgewandelt. Werden mehr als 110 g/Liter eingefüllt, ist der Geschmack sehr intensiv. Bleibt die Gabe von Zucker unter 80 g, verhungert der Teepilz. Ideal ist also eine Gabe zwischen 90 und 100 g Zucker pro Liter Tee. Zucker ist ein guter Nährboden für Kombucha. Doch ein deutlich stärkeres Wachstum zeigt sich, wenn Rohrzucker verwendet wird. Melasse ist ebenfalls ein Turbo für den Kombucha. In der Melasse befinden sich Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Kupfer und Chrom. Diese Spurenelemente verleihen dem Kombucha erst die richtige, gesunde Note. Eine Mischung aus weißem Zucker und Melasse ist ebenfalls zu empfehlen. Je mehr Melasse in der Ausgangsflüssigkeit ist, umso stärker schmeckt der fertige Kombucha nach Malz.
  3. Der Tee sollte auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor der Kombucha Teepilz hinein gegeben wird. Höchstens 2°C oder 3°C wärmer darf der Tee sein, aber Hitze darf der Kombucha nicht erfahren. Am besten misst man mit einem Thermometer nach, damit die Temperatur nicht höher als 26°C. Zum Ansetzen des Kombucha eignen sich nicht nur Glasbehälter, sondern auch Keramikschüsseln oder ähnliches. Ein Rumtopf ist hervorragend geeignet, denn dieser ist in der Regel mit einem Korkstopfen versehen. Durch den Kork kann die Kohlensäure entweichen, aber es gelangt keine Umgebungsluft hinein. Das ist die ideale Situation für den Kombucha Teepilz.
  4. Die Ansatzflüssigkeit hat bereits ein ideales Milieu, in dem sich der Kombucha Teepilz weiter entwickeln kann. Dadurch wird das Wachstum gewährleistet. Ein neuer Ansatz mit dem bestehenden Kombucha-Teepilz erfolgt immer mit der hellen Seite nach oben. Die helle Seite ist der frisch gewachsene Teepilz, die untere Seite ist schon älter. Der Kombucha Teepilz sinkt entweder auf dem Boden ab oder schwimmt oben. Beides ist das normale Verhalten des Kombucha. Schwimmt er oben, dann wächst der Pilz gerade an seiner Oberseite. Sinkt er ab, dann wird in einigen Tagen ein neuer Pilz an der Oberfläche der Flüssigkeit entstehen. Dieses ist daran zu erkennen, dass von dem alten Pilz auf dem Boden lange Fäden nach oben reichen. Diese verdichten sich dort und stellen die Basis für den neuen Kombucha Pilz dar.
  5. Zum Abdecken des Gefäßes sollte unbedingt ein sauberes Tuch verwendet werden. Dicke Tücher sind nicht geeignet, auch Papier stellt keine Alternative dar. Auf der anderen Seite darf das Tuch nicht zu grobmaschig sein. Ansonsten können Schädlinge wie Fruchtfliegen durch die Löcher hinein schlüpfen. Sehr zu empfehlen sind zum Beispiel handelsübliche Papiertaschentücher oder Küchenpapier. Diese weisen mehrere Schichten auf. Man kann einzelne Schichten entfernen, bis das Abdecktuch nur noch sehr dünn und luftdurchlässig ist. Ideale Luftbedingungen erkennt man an einem guten Wachstum des Pilzes.
  6. Wichtig ist, dass der Kombucha Teepilz in den ersten Tagen nicht bewegt wird. Bewegung ist nämlich schädlich für die Bildung der neuen Teepilzhaut, die sich oben auf der Flüssigkeit bilden soll. Direkte Sonneneinstrahlung ist Gift für den Teepilz. Jedoch kann er an einem hellen Ort genauso gut wachsen, wie an einem abgedunkelten Ort. Insbesondere bei jungen Pilzen und beim 1. Ansatz ist Zigarettenrauch sehr schädlich und kann den Teepilz in kürzester Zeit abtöten.Wächst ein neuer Teepilz, wird dieser im nächsten Ansatz mitverwendet, genauso wie der ältere Teepilz, der sich darunter befindet. Ausreichend dick ist ein Teepilz, wenn er 1 bis 3 cm aufweist. In dem sich neu entwickelnden Teepilz können sich kleine Luft-und Gasbläschen befinden. Das ergibt kleine Unebenheiten und Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche. Das ist ein völlig normaler Zustand und kein Grund zur Sorge. Damit eine ausreichende Gärung stattfindet, braucht der Teepilz mindestens 20° bis 23° C. Ein Wert von 25°C hingegen stellt die perfekte Umgebungstemperatur dar.
  7. Je länger ein Kombucha Teepilz steht, desto saurer wird das Getränk. Außerdem hat die Jahreszeit Einfluss auf die Bildung der Gase. Im Sommer kann die Gärzeit wesentlich verkürzt sein, während der Winter dafür sorgt, dass die Gärzeit bis zu 14 Tage beträgt. Die minimale Zeitspanne, um das Kombucha-Getränk gären zu lassen ist jedoch 6 Tage. Dann haben sich ausreichend natürliche Inhaltsstoffe gebildet.Falls Unklarheit darüber besteht, ob das Getränk bereits fertig ist, kann man einen kleinen Schluck probieren. Typisch ist ein ausgewogener, süß-saurer Geschmack. Kenner des Kombucha bevorzugen im Laufe der Zeit die sehr saure Variante, die eine relativ lange Gärzeit benötigt. Mit wachsender Erfahrung erkennt man bereits an der Art des Wachstums des Kombucha Teepilzes, ob das Getränk reif ist oder nicht.Eine Filterung des fertigen Kombucha Getränks ist nicht nötig. Wem allerdings die dunklen Schwebstoffe im Gefäß optisch nicht zu sagen, kann den Tee dennoch durch ein Sieb gießen. Steht das Getränk zur Nachgärung im Kühlschrank, dann kann sich noch einmal ein guter Schub Kohlensäure bilden. Das Getränk ist dann besonders prickelnd.Ein Kombucha Pilz kann ein Menschenleben lang halten. Er wächst ja immer wieder nach, und wenn eine gewisse Dicke erreicht wird, kann man die ältere Schicht einfach kompostieren. Die helle, junge Pilzschicht wächst immer wieder neu und sorgt jahrzehntelang für frischen Kombucha.

Hinweis:
Die vorliegenden dargestellten Inhalte dienen der neutralen Information und stellen keinen Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Nähr-, Arznei-, Heilmittel, Methoden oder Behandlung dar. Unsere Beiträge und Tipps beziehen sich lediglich auf die vorgestellten Produkte als Lebensmittel und ihre Verwendungen im Allgemeinen und bezwecken eine kritische Auseinandersetzung mit den jeweiligen Produkten. Wir sind weder selbst Händler, noch produzieren wir die hier vorgestellten Artikel. Dieses Portal beschäftigt sich ausschließlich mit Produkten, die wir selbst verwendet haben. Hinweise auf konkrete Produkte einzelner Hersteller und Empfehlungen betreffen lediglich unsere Einkaufsquellen. Sie beziehen sich auf eigene Erfahrungen. kefirpilze.de ist ein reines Ratgeber-Portal. Wir empfehlen dringend, sämtliche Verwendungs- und Warnhinweise auf diesen Internetseiten sowie auf den jeweiligen Verpackungen der etwaig erworbenen Produkte streng zu beachten. Es kann keine Garantie auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Ausgewogenheit der Informationen gegeben werden. Die Inhalte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und sollten nicht als Grundlage eigener Diagnosen und Handlungen dienen. Wir übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus den hier dargestellten Inhalten ergeben.

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